25. März 2026

Wer nicht dient, dient zu nichts

Fastenandacht am 20.03. in St. Nikolaus

Dienen ist heute nicht so modern, eher anschaffen und Karriere machen. Macht haben, wichtig sein und Selbstoptimierung sind hoch im Kurs. Aber Jesus, der Gott gleich war, wurde zum Sklaven der Menschen. Er hat seinen Freunden am Gründonnerstag, kurz vor seinem Tod am Kreuz, die Füße gewaschen. Luca hat das Evangelium von der Fußwaschung feierlich vorgetragen.

"Wir sind nicht die Herren dieser Welt. Wir wollen sein wie Maria, die Magd des Herrn", hat Lisa in ihrer Predigt verkündet. Maria, die Mutter des Herrn Jesus, hat Gottes Willen getan. Das hat sie glücklich gemacht. Eine Küchenschürze, eine Wanne, eine Kanne Wasser und ein Handtuch waren bei der Andacht gut sichtbar im Einsatz. Und Veit hat sich dann tatsächlich vor der ganzen Kirche die Füße waschen lassen. Die Fußwaschung ist ein Akt, den auch der verstorbene Papst Franziskus als Servus Servorum – als Sklave der Sklaven - in vielen Jugendgefängnissen praktiziert hat.

Es ist schön, dass Frau Fütterer und die Schulleitung und natürlich die Pfarrei St. Nikolaus die vielen Andachten immer wieder möglich machen. Aber die Mühe lohnt sich, denn schließlich ist das ganze christliche Leben ein Dienst am Nächsten. "Und eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts", wie Bischof Gaillot aus Frankreich gesagt hat.

Christian Kuster