
2. März 2026
Wenn KI Schule macht
oder, wenn Schülerinnen und Schüler komplexe KI-Systeme selbst entwickeln
Traunstein, 02.03.2026 – Ein schüchterner weiblicher Chatbot namens K.I.R.A., der bei Fragen zu Autos gerne auf den ruhigen und sachlichen Autoteile-Verkäufer Karl verweist. Beide sind verwandt mit Hubert, einem leidenschaftlichen Schuhverkäufer. Daneben gibt es noch Karl vom exquisiten Vestitus Mode Shop, FLOATY, den redseligen Stilberater, und KAI, den KI-Lernassistenten. Alles Verwandtschaft!
Was zunächst nach Spielerei klingt, ist die Abschlussarbeit eines innovativen KI-Bildungsprojekts an den Privatschulen Dr. Kalscheuer. In der 13. Klasse, der Abschlussklasse der Berufsfachschule für Kaufmännische Assistenten – Schwerpunkt: E-Business Management wurde in den letzten Wochen nicht nur über Künstliche Intelligenz gesprochen; sie wurde konzipiert, gebaut, getestet, kritisch hinterfragt und präsentiert.
KI verstehen, indem man sie konstruiert
Während vielerorts darüber diskutiert wird, wie KI den Unterricht verändert, gehen wir einen anderen Weg: Unsere Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene KI-Systeme auf Basis eines Large Language Models, binden Wissensdatenbanken an und integrieren ihre Assistenten in ihre eigenen Webseiten.
Aber warum?
Wer KI-Systeme selbst konstruiert, muss ihre Funktionsweise verstehen.
Wer ihre Funktionsweise versteht, kann sie auch kritisch bewerten.
Genau das ist das Ziel der KAI-Lernwerkstatt: Reflexion
KI ist nicht mehr wegzudenken, und die Durchdringung der Gesellschaft mit KI auch nicht mehr aufzuhalten. Daher muss man sie verstehen und Chancen und Risiken bewerten.
KAI: Die KI, die dem Unterricht folgt
Im Zentrum der Lernwerkstatt steht KAI (Kalscheuer Artificial Intelligence), ein kontextsensitiver Lernassistent, dessen Aufbau für unsere Schülerinnen und Schüler vollständig transparent ist.
- KAI greift ausschließlich auf schulisches Wissen der KAI-Lernwerkstatt zu.
- Er passt sich unseren Lerneinheiten und dem Können der Schülerinnen und Schüler individuell an.
- Er wird pädagogisch gesteuert.
Unser Leitprinzip lautet:
Die KI folgt dem Unterricht – und nicht umgekehrt.
Fehler sind kein Problem. Wir sehen Lernchancen!
KAI ist nicht nur Werkzeug, sondern auch Lerngegenstand und Experimentierfeld. In der KAI-Lernwerkstatt werden sogenannte "Halluzinationen" oder Verzerrungen nicht versteckt, sie werden analysiert.
- Wo entstehen typische Fehler?
- Woran liegt das überhaupt?
- Bekommt man einige der Limitationen kontrolliert?
- Welche Grenzen hat KI aktuell?
- Wo liegen reale Chancen und Gefahren für Beruf und Alltag?
Ein Pilotprojekt mit Signalwirkung
Die KAI-Lernwerkstatt ist ein pädagogisches Pilotprojekt und greift zentrale bildungspolitische Empfehlungen zur Förderung von KI-Kompetenzen auf.
Entwickelt wurde das Konzept von Lehrkräften der Privatschulen Dr. Kalscheuer in Traunstein. Der Lehrstuhl von Dr. Ulrike Blumenschein an der Queen Mary University of London hat uns bei vielen Fragestellungen unterstützt. Vielen Dank!
Mehr erfahren?
Sie wollen mehr über unsere KAI-Lernwerkstatt oder unsere E-Business-Ausbildung mit Fachabitur erfahren? Dann besuchen Sie uns am Tag der offenen Tür am 07.03.2026 von 10:00 - 14:00 Uhr.
Wir sagen nur: Willkommen in unserer Schule. Willkommen in der KAI-Lernwerkstatt!










