
21. April 2026
Hafenrundfahrt im Regen und Sturm
Hamburgreise vom 23. bis zum 27. März mit der Klasse 11e
Für eine Woche besuchte die Klasse 11e unserer Wirtschaftsschule zusammen mit ihrem Klassenlehrer Georg Füchtner und Deutschlehrerin Barbara Mütter die Hansestadt Hamburg. Das Hotel lag zwar ein wenig abgelegen an einer stark befahrenen Ausfallstraße, bot dafür aber ein ordentliches Frühstücksbuffet. Die Innenstadt konnte in zwanzig Minuten gut zu Fuß erreicht werden.
Am ersten Tag hatten wir eine Stadtführung von einem originellen Hanseaten, der gut den Ton der Jugendlichen traf. Vom Jungfernstieg an der Binnenalster ging es über den Rathausplatz samt Besichtigung des Saales und Innenhofes über die vom Krieg zerstörte Nicolaikirche bis hin zur Speicherstadt am Hafen. Die Klasse erfuhr viel über den großen Brand von 1842, bei dem nur die Börse übrig blieb, und die Choleraepidemie Ende des 19. Jahrhunderts. Das Speicherstadt-Museum am Nachmittag war weniger ergiebig. Auf historischen Fotos sah man Säcke so genannter Kolonialwaren wie Tee, Kaffee und Kakao, die von robusten Arbeitern herumgeschleppt wurden.
Die Hafenrundfahrt am nächsten Tag fand bei Sturm und Regen statt. Zum Glück wurde aber niemand seekrank. Dass Hamburg als Containerhafen trotz der großen chinesischen Häfen für Deutschland eine große Rolle spielt, erklärte sachkundig und lebendig der philippinische Bootsführer. Imposant beherrscht die architektonisch gelungene Elbphilharmonie die Skyline an der Elbe. Von dort bot sich ein toller Blick auf das gesamte Hafengelände.
Das Miniaturwunderland in der Speicherstadt zeigte im Kleinformat detailgetreu aufgebaute Städte und Landschaften aus der ganzen Welt. Ein Modell der Elbphilharmonie öffnete sich zu den Klängen von "Peter und der Wolf", so dass man sogar in den Konzertsaal hineinschauen konnte. Beeindruckend war das Lichtermeer der diversen Großstädte beiDunkelheit, die Besuchermassen in den niedrigen Räumen waren aber gewöhnungsbedürftig.
Eine Besichtigung des Segelschiffs "Rickmer Rickmers" stand am dritten Tag auf dem Programm. Die Lebensverhältnisse an Bord waren damals eher einfach. Ein Film zeigte das Leben der Jugendlichen auf dem Schulschiff Pamir, das später in einem Orkan mit Mann und Maus unterging.
Die Kunsthalle Hamburg gehört zu einem der größten Museen Deutschlands. Auf Wunsch eines Schülers und der kunstliebenden Lehrkräfte besichtigten wir am letzten Tag Bilder des deutschen und französischen Impressionismus, aber auch Werke der Romantik, etwa den "Der Wanderer über dem Nebelmeer" von Caspar David Friedrich.
Dass eine Reise mit der Bahn heutzutage ein Abenteuer ist, erlebten wir sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt. Fehlte bei der Hinfahrt der Wagen 7, so dass es keine Reservierungen mehr gab, fuhr der ICE bei der Rückfahrt erst ab Hamburg Harburg ab. Mit dem Regionalzug kamen wir dort fast pünktlich an. Der ICE fuhr dann aber auf einem anderen Gleis als geplant ab. In letzter Minute gelang es uns, den Zug noch zu erwischen.
Die einwöchige Klassenfahrt nach Hamburg war für alle ein großes Erlebnis.
Georg Füchtner











